Natron und chronische Entzündungen: Wirkung, Anwendung und Studienlage

Natron und chronische Entzündungen: Wirkung, Anwendung und Studienlage

In fast jeder Küche steht ein kleines Päckchen Natron. Unsere Großmütter nutzten es zum Backen, gegen Sodbrennen und zum Putzen. In den letzten Jahren ist Natron jedoch noch aus einem ganz anderen Grund ins Gespräch gekommen. Viele Menschen fragen sich, ob das weiße Pulver auch bei chronischen Entzündungen helfen kann. Diese Frage ist spannend, denn stille Entzündungen begleiten viele Menschen über Jahre, oft ohne dass sie es bemerken.

Vielleicht kennst du das Gefühl, dauerhaft müde zu sein, öfter krank zu werden oder Beschwerden zu haben, die kommen und gehen. Hinter solchen Zeichen kann ein Körper stehen, der sich in einem Zustand ständiger leiser Abwehr befindet. Die Forschung zeigt immer deutlicher, wie eng solche stillen Entzündungen mit unserem Lebensstil verbunden sind. Und sie zeigt auch, dass wir viel selbst in der Hand haben. Natron ist dabei ein interessanter Baustein, der eine kluge und informierte Anwendung verdient.

In diesem Artikel erfährst du, was chronische Entzündungen im Körper bewirken und wie dein Nervensystem sie beruhigen kann. Du lernst, was Natron ist und wie dein Körper seinen Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht hält. Danach schauen wir uns an, was Studien über Natron und Entzündungen tatsächlich zeigen. Du erfährst außerdem, wie du Natron sicher anwendest und worauf du dabei achten darfst. Zum Schluss bekommst du einen ganzheitlichen Blick auf Ernährung, Bewegung und Schlaf als kraftvolle Verbündete gegen stille Entzündungen.

Was chronische Entzündungen im Körper bewirken

Wenn Entzündungen leise und dauerhaft werden

Entzündungen sind zunächst etwas Wunderbares. Ein internationales Forschungsteam um David Furman beschreibt in der Fachzeitschrift Nature Medicine, dass kurzfristige Entzündungen uns helfen, Verletzungen und Infektionen zu überstehen. Problematisch wird es, wenn eine Entzündung nicht mehr abklingt und als leise, systemische Entzündung im ganzen Körper bestehen bleibt. Diese chronische Form steht in Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Nierenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerativen Erkrankungen. Als wichtige Auslöser nennen die Forschenden Bewegungsmangel, eine ungesunde Ernährung, psychischen Stress, Umweltgifte und Infektionen.[1]

Wie stark der Alltag dieses Geschehen beeinflusst, zeigt eine Metaanalyse um den Psychiater Michael Irwin von der University of California in Los Angeles. Das Team wertete 72 Studien mit über 50.000 Menschen aus. Menschen mit gestörtem Schlaf hatten höhere Werte der Entzündungsmarker C-reaktives Protein, kurz CRP, und Interleukin-6. Auch sehr lange Schlafzeiten gingen mit erhöhtem CRP einher. Dein Schlaf ist also ein stiller Regler für dein Entzündungsgeschehen.[2]

Wie dein Nervensystem Entzündungen beruhigt

Dein Körper besitzt ein eingebautes System, um Entzündungen zu bremsen. Die Forscher Valentin Pavlov und Kevin Tracey beschreiben den sogenannten Entzündungsreflex. Dabei sendet der Vagusnerv, der wichtigste Nerv deines Ruhesystems, Signale über den Botenstoff Acetylcholin an das Immunsystem. Diese Signale dämpfen die Bildung entzündungsfördernder Stoffe. Nervensystem und Immunsystem arbeiten also eng zusammen, um dich im Gleichgewicht zu halten.[3]

Genau an dieser Verbindung setzt eine vielbeachtete Studie zu Natron an. Forschende um Sarah Ray vom Medical College of Georgia untersuchten, ob das Trinken von Natronwasser über ähnliche cholinerge Signale entzündungsdämpfende Prozesse anstößt. Im Mittelpunkt standen die Milz, eine wichtige Schaltzentrale des Immunsystems und die sogenannten Mesothelzellen, die die Organe umhüllen. Die Ergebnisse dieser Studie schauen wir uns im Abschnitt „Natron, Milz und Immunzellen“ genauer an. Sie eröffnen einen faszinierenden Blick darauf, wie ein einfaches Hausmittel mit dem Immunsystem in Kontakt treten kann.[4]

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Natron und der Säure-Basen-Haushalt

Was Natron ist und wie dein Körper seinen pH-Wert hält

Natron ist der umgangssprachliche Name für Natriumhydrogencarbonat, auch Natriumbicarbonat genannt. Bicarbonat ist kein fremder Stoff für deinen Körper, denn er bildet es selbst und nutzt es als wichtigsten Puffer im Blut. Die Nierenforscher Lee Hamm, Nazih Nakhoul und Kathleen Hering-Smith beschreiben, wie fein dieses System arbeitet. Dein Blut-pH-Wert liegt stabil in einem sehr engen Bereich um 7,4, und Lunge und Nieren halten ihn gemeinsam im Gleichgewicht. Die Lunge atmet Kohlendioxid ab und die Nieren scheiden Säuren aus und bilden neues Bicarbonat.[5]

Dass von außen zugeführtes Natron tatsächlich im Körper ankommt und wirkt, zeigt die Sportwissenschaft besonders deutlich. Die International Society of Sports Nutrition hat unter der Leitung von Jozo Grgic die Studienlage zu Natron im Sport zusammengefasst. Eine Dosis von 0,2 bis 0,3 g pro Kg Körpergewicht, etwa 60 bis 180 Minuten vor der Belastung eingenommen, erhöht den Bicarbonatspiegel im Blut. So puffert der Körper die Säure, die bei intensiver Belastung in den Muskeln entsteht, und die Leistung bei kurzen, sehr intensiven Belastungen verbessert sich. Natron ist damit ein gut erforschtes Mittel, dessen Wirkung im Blut eindeutig messbar ist.[6]

Wie deine Ernährung die Säurelast prägt

Auch deine Ernährung beeinflusst, wie viel Säure deine Nieren täglich ausscheiden. Die Dortmunder Ernährungsforscher Thomas Remer und Friedrich Manz haben dafür ein Berechnungsmodell entwickelt, die potenzielle renale Säurelast, kurz PRAL. Damit lässt sich für jedes Lebensmittel abschätzen, ob es den Körper eher mit Säure oder eher mit Basen versorgt. Hartkäse und andere eiweißreiche tierische Lebensmittel liefern viel Säure, während Obst, Obstsäfte und Gemüse eine basische Wirkung haben. Die berechnete Säurelast der Ernährung hängt dabei eng mit dem pH-Wert des Urins zusammen.[7]

Eine gemüsereiche Ernährung wirkt sich zugleich günstig auf Entzündungen aus. Die österreichischen und deutschen Ernährungswissenschaftler Lukas Schwingshackl und Georg Hoffmann haben 17 randomisierte Studien mit rund 2.300 Teilnehmenden ausgewertet. Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen und Olivenöl senkte das CRP im Durchschnitt um knapp ein mg/L und auch das Interleukin-6 deutlich. Zusätzlich verbesserte sich die Funktion der Blutgefäße. Die basenreichen Lebensmittel aus dem PRAL-Modell sind also genau jene, die auch Entzündungen beruhigen.[8]

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Wie Natron Entzündungsprozesse beeinflussen kann

Natron, Milz und Immunzellen

Die bekannteste Studie zu Natron und Entzündungen erschien 2018 im Journal of Immunology. Forschende um Sarah Ray und Paul O’Connor vom Medical College of Georgia ließen Ratten zwei Wochen lang Wasser mit Natron trinken. Danach verschob sich das Gleichgewicht der Fresszellen in Milz, Blut und Nieren deutlich, weg von entzündungsfördernden M1-Makrophagen hin zu entzündungshemmenden M2 Makrophagen. Auch die regulatorischen T-Zellen, die das Immunsystem bremsen, nahmen zu. Bei gesunden Medizinstudierenden, die Natronwasser tranken, zeigte sich eine ähnliche entzündungsdämpfende Verschiebung, die mindestens vier Stunden anhielt.[4]

Besonders spannend ist der Weg, den das Signal nimmt. Valentin Pavlov und Kevin Tracey beschreiben, dass entzündungsdämpfende Signale über den Botenstoff Acetylcholin zum Immunsystem gelangen. In der Natron-Studie wurde dieses Signal offenbar von den Mesothelzellen an der Oberfläche der Organe weitergeleitet, die mit der Milz in Verbindung stehen. Dein Körper besitzt also mehrere feine Kommunikationswege, über die er Entzündungen regulieren kann. Die Forschung zu Natron steht hier noch am Anfang, denn bisher wurden v.a. Tiere und eine kleine Gruppe gesunder Menschen untersucht. Gerade deshalb lohnt es sich, die weiteren Studien mit Neugier zu verfolgen.[3]

Natron bei chronischen Nierenerkrankungen

Am besten untersucht ist Natron bei Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen. In einer randomisierten Studie aus London um Ione de Brito-Ashurst erhielten 134 Erwachsene mit fortgeschrittener Nierenerkrankung und erniedrigtem Bicarbonat zwei Jahre lang Natron oder die übliche Behandlung. In der Natron-Gruppe verschlechterte sich die Nierenfunktion bei nur 9% der Teilnehmenden rasch, in der Vergleichsgruppe bei 45%. Ein Nierenversagen im Endstadium entwickelten mit Natron 6,5%, ohne Natron 33%. Zugleich verbesserte sich der Ernährungszustand der Teilnehmenden.[9]

Warum ist Natron gerade bei Nierenerkrankungen so wertvoll? Wie Lee Hamm und sein Team beschreiben, bilden gesunde Nieren täglich neues Bicarbonat und scheiden Säuren aus. Wenn die Nieren schwächer werden, gelingt das nicht mehr ausreichend und im Blut sammelt sich Säure an. Natron gleicht diesen Mangel aus und entlastet so die verbleibende Nierenfunktion. Diese Behandlung gehört in ärztliche Hände, denn Dosis und Kontrolle der Blutwerte richten sich nach dem individuellen Befund.[5]

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Natron richtig anwenden und sicher nutzen

Wie du Natron im Alltag anwendest

Wer Natron einnehmen möchte, findet die gründlichsten Dosierungsangaben in der Sportwissenschaft. Das Positionspapier der International Society of Sports Nutrition empfiehlt für eine einzelne Gabe 0,2 bis 0,3 g/Kg Körpergewicht, also deutlich größere Mengen als im Alltag üblich. Schon bei diesen Mengen treten häufig Magen-Darm-Beschwerden auf, z.B. Blähungen, Übelkeit oder Bauchschmerzen. Die Fachleute empfehlen deshalb, Natron mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit einzunehmen und mit kleinen Mengen zu beginnen. Für den Alltag bedeutet das, dass eine kleine Menge, z.B. ein halber Teelöffel in einem großen Glas Wasser, gut verträglich ist und du in Ruhe beobachten kannst, wie dein Körper reagiert.[6]

Wichtig ist der Natriumgehalt von Natron. Natron besteht zu gut einem Viertel aus Natrium. Ein gestrichener Teelöffel mit rund 5 g Natron enthält etwa 1,4 g Natrium, das entspricht rund 3,5 g Kochsalz. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, höchstens 6 g Speisesalz pro Tag aufzunehmen, weil eine hohe Salzzufuhr den Blutdruck erhöht. Wer Natron regelmäßig nutzt, zählt den Natriumanteil deshalb am besten zu seiner täglichen Salzmenge dazu und spart an anderer Stelle Salz ein.[10]

Wann du besonders achtsam sein darfst

Natron reagiert im Magen mit der Magensäure und bildet dabei Kohlendioxid. Bei kleinen Mengen ist das harmlos und erklärt, warum Natron bei Sodbrennen schnell entlastet. Nach einer sehr großen Mahlzeit oder nach viel Alkohol kann die Gasbildung den Magen jedoch stark dehnen. Ein Fallbericht aus der Fachzeitschrift Radiography beschreibt einen Magenriss nach der Einnahme von Natron, eine seltene, aber ernste Komplikation. Nimm Natron deshalb nie unmittelbar nach einem sehr üppigen Essen ein und achte immer auf eine maßvolle Menge.[11]

Auch dein Säure-Basen-Haushalt hat Grenzen. Lee Hamm und sein Team erklären, dass die Nieren überschüssiges Bicarbonat normalerweise zuverlässig ausscheiden. Bei sehr großen Mengen oder eingeschränkter Nierenfunktion kann sich das Blut jedoch zu stark ins Basische verschieben, Fachleute sprechen dann von einer metabolischen Alkalose. Menschen mit Bluthochdruck, Herzschwäche, Nierenerkrankungen oder einer natriumarmen Diät besprechen die Einnahme deshalb am besten vorher mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Da Natron auch die Aufnahme mancher Medikamente beeinflusst, lohnt sich bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme außerdem eine kurze Beratung in der Apotheke.[5]

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Entzündungen ganzheitlich begegnen

Wie du mit deinem Teller Entzündungen beruhigst

Natron wirkt am stärksten im Zusammenspiel mit deinem Lebensstil und die Ernährung ist dabei ein kraftvoller Hebel. Schwingshackl und Hoffmann werteten 17 randomisierte Studien mit ca. 2.300 Teilnehmenden aus, die sich mediterran ernährten. Diese Ernährungsweise mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkorn und Olivenöl senkte das CRP im Mittel um ca. 0,98 mg/l und das Interleukin-6 ebenfalls deutlich. Beide Werte gelten als wichtige Marker für stille Entzündungen im Körper. Für dich heißt das, dass jede Mahlzeit eine Gelegenheit ist, deinem Körper etwas Beruhigendes zu schenken.[8]

Auch für den Säure-Basen-Haushalt lohnt sich ein Blick auf deinen Teller. Remer und Manz entwickelten mit der potenziellen renalen Säurelast, kurz PRAL, ein Maß dafür, wie stark ein Lebensmittel deine Nieren mit Säure belastet. Obst und Gemüse haben eine negative PRAL und wirken damit basisch, während Fleisch, Käse und Getreideprodukte eher Säure liefern. In ihrer Untersuchung spiegelte sich die berechnete Säurelast der Nahrung im pH Wert des Urins wider. Mit einer großen Portion Gemüse zu jeder Mahlzeit gleichst du die Säurelast also ganz natürlich aus, oft wirksamer als mit einer Prise Natron.[7]

Warum Bewegung dein natürlicher Entzündungshemmer ist

Bewegung gehört zu den am besten untersuchten Wegen, Entzündungswerte zu senken. Fedewa und Kollegen fassten 83 Studien mit 3.769 Teilnehmenden zusammen und fanden, dass regelmäßiges Training das CRP spürbar senkt. Der Effekt war größer, wenn die Teilnehmenden dabei Gewicht verloren, er zeigte sich aber auch ohne Gewichtsabnahme.  Damit lohnt sich Bewegung für dich unabhängig davon, was die Waage anzeigt. Schon zügiges Gehen, Radfahren oder sanftes Krafttraining an mehreren Tagen der Woche bringt deinen Körper in diese Richtung.[12]

Wie wichtig Bewegung ist, zeigt auch der Blick auf die Ursachen chronischer Entzündungen. Furman und Kollegen nennen in ihrer Übersicht in Nature Medicine körperliche Inaktivität ausdrücklich als einen der Treiber stiller, dauerhafter Entzündungen. Daneben führen sie u.a. ungünstige Ernährung, Übergewicht, gestörten Schlaf und anhaltenden Stress auf. Viele dieser Faktoren hängen zusammen und verstärken sich gegenseitig. Das ist eine gute Nachricht, denn jede kleine Veränderung in einem Bereich wirkt oft auch in die anderen hinein.[1]

Wie Schlaf und Ruhe deinen Körper ausgleichen

In der Nacht ordnet dein Körper viele Prozesse neu, auch dein Immunsystem. Irwin und Kollegen werteten 72 Studien mit über 50.000 Menschen aus und fanden, dass Schlafstörungen mit höheren Werten von CRP und Interleukin-6 einhergehen. Auch auffällig langer Schlaf war mit erhöhten Entzündungswerten verbunden. Ein ruhiger, regelmäßiger Schlaf in mittlerer Länge zeigte sich damit als günstigste Basis. Feste Schlafenszeiten, ein dunkles Schlafzimmer und ein ruhiger Abend helfen dir, diesen Rhythmus zu finden.[2]

Neben dem Schlaf spielt dein Nervensystem eine zentrale Rolle, wie du schon im Abschnitt „Wie dein Nervensystem Entzündungen beruhigt“ gelesen hast. Pavlov und Tracey beschreiben den Vagusnerv als Teil eines Reflexes, der die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe bremst. Der Vagusnerv ist zugleich der wichtigste Nerv deines Ruhesystems, das in entspannten Momenten die Führung übernimmt. Genau an diesem Weg setzt auch die Wirkung von Natron in den Tierstudien an. Kleine Pausen, bewusste Atemzüge und Momente der Stille im Alltag schenken diesem System Raum.[3]

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Fazit

Natron ist ein altes Hausmittel, das die Forschung auf spannende Weise neu entdeckt. Tierstudien und erste Daten bei gesunden Menschen zeigen, dass Natron über Milz und Vagusnerv Immunzellen in eine beruhigende Richtung lenken kann. Bei chronischen Nierenerkrankungen ist Natron bereits ein bewährter Baustein der ärztlichen Behandlung. Für die Selbstbehandlung chronischer Entzündungen fehlen dagegen noch größere Studien am Menschen. Wenn du Natron ausprobieren möchtest, dann in kleinen Mengen, mit Blick auf den Natriumgehalt und in Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, v.a. bei Vorerkrankungen oder Medikamenten.

Die größte Kraft liegt in deinem Alltag. Eine gemüsereiche Ernährung, regelmäßige Bewegung, guter Schlaf und Momente der Ruhe senken nachweislich Entzündungswerte und stärken genau die Systeme, die auch Natron anspricht. Du musst dabei nicht alles auf einmal verändern. Schon ein zusätzlicher Spaziergang, eine Extraportion Gemüse oder ein früherer Feierabend sind wertvolle Schritte. So begleitest du deinen Körper Tag für Tag zurück in sein natürliches Gleichgewicht.

Quellen

[1] Furman D, Campisi J, Verdin E et al. Chronic inflammation in the etiology of disease across the life span. Nature Medicine 2019, 25(12), 1822–1832.

[2] Irwin MR, Olmstead R, Carroll JE. Sleep disturbance, sleep duration, and inflammation– a systematic review and meta-analysis of cohort studies and experimental sleep deprivation. Biological Psychiatry 2016, 80(1), 40–52.

[3] Pavlov VA, Tracey KJ. The vagus nerve and the inflammatory reflex – linking immunity and metabolism. Nature Reviews Endocrinology 2012, 8(12), 743–754.

[4] Ray SC, Baban B, Tucker MA et al. Oral NaHCO3 activates a splenic anti-inflammatory pathway – evidence that cholinergic signals are transmitted via mesothelial cells. Journal of Immunology 2018, 200(10), 3568–3586.

[5] Hamm LL, Nakhoul N, Hering-Smith KS. Acid-base homeostasis. Clinical Journal of the American Society of Nephrology 2015, 10(12), 2232–2242.

[6] Grgic J, Pedisic Z, Saunders B et al. International Society of Sports Nutrition position stand – sodium bicarbonate and exercise performance. Journal of the International Society of Sports Nutrition 2021, 18(1), 61.

[7] Remer T, Manz F. Potential renal acid load of foods and its influence on urine pH. Journal of the American Dietetic Association 1995, 95(7), 791–797.

[8] Schwingshackl L, Hoffmann G. Mediterranean dietary pattern, inflammation and endothelial function – a systematic review and meta-analysis of intervention trials. Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases 2014, 24(9), 929–939.

[9] de Brito-Ashurst I, Varagunam M, Raftery MJ, Yaqoob MM. Bicarbonate supplementation slows progression of CKD and improves nutritional status. Journal of the American Society of Nephrology 2009, 20(9), 2075–2084.

[10] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Speisesalzzufuhr in Deutschland, gesundheitliche Folgen und resultierende Handlungsempfehlung. Ernährungs Umschau 2016, 63(3), M146–M154.

[11] Vásquez A, Domínguez C, Perdomo CF. Spontaneous gastric rupture after sodium bicarbonate consumption – a case report. Radiography 2017, 23(3), e62–e64.

[12] Fedewa MV, Hathaway ED, Ward-Ritacco CL. Effect of exercise training on C-reactive protein – a systematic review and meta-analysis of randomised and non-randomised controlled trials. British Journal of Sports Medicine 2017, 51(8), 670–676.


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