Kaffee lässt sich geschmacklich und funktionell sehr unterschiedlich aufwerten. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Zusätze zu mischen, sondern zu verstehen, welcher Stoff wofür geeignet ist, welche Mengen untersucht wurden, wie sich Kombinationen auf Wachheit, Blutzucker, Sättigung oder Verträglichkeit auswirken und für wen einzelne Zutaten weniger sinnvoll sind. Dieser Artikel zeigt, wie Kakao, Kollagen, L-Theanin, Honig und MCT-Öl in Kaffee wissenschaftlich sinnvoll eingeordnet werden können, welche Kombinationen im Alltag am ehesten nützen und wo die Grenzen der Daten liegen.
Was Kaffee von Natur aus enthält
Kaffee ist nicht nur ein Koffeinträger. Er enthält u.a. Chlorogensäuren, also Pflanzenstoffe, die im Stoffwechsel und an Blutgefäßen biologisch aktiv sein können. In Beobachtungsstudien ist regelmäßiger Kaffeekonsum oft mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes, Lebererkrankungen und teils auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Solche Daten zeigen Zusammenhänge, beweisen aber nicht automatisch Ursache und Wirkung. Kontrollierte Studien belegen dagegen recht zuverlässig, dass Koffein kurzfristig Wachheit, Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit steigern kann. Die Stärke hängt u.a. von Dosis, Gewöhnung, Tageszeit, Schlafmangel und genetischen Unterschieden im Koffeinabbau ab. Als grobe Orientierung gelten bei gesunden Erwachsenen bis zu 400 mg Koffein pro Tag meist als unbedenklich; in der Schwangerschaft werden deutlich niedrigere Mengen empfohlen. Eine große Tasse Filterkaffee kann je nach Bohne und Zubereitung sehr unterschiedlich viel Koffein enthalten, oft ca. 80 bis 150 mg. [1][2][3][4]
Für Zusätze im Kaffee ist dieser Ausgangspunkt wichtig: Wer bereits auf reinen Kaffee mit Herzklopfen, Unruhe oder Magenreizungen reagiert, wird das Grundproblem nicht durch beliebige „Superfood“-Zutaten lösen. Dann sind meist zuerst Kaffeemenge, Brühmethode, Trinktempo, Nüchternkonsum und die Tageszeit entscheidend. Auch ungefilterter Kaffee, z.B. French Press, enthält mehr Cafestol und Kahweol. Diese Stoffe können das LDL-Cholesterin erhöhen, während Papierfilter einen großen Teil zurückhalten. Für Menschen mit erhöhtem LDL kann also schon die Wahl des Filters gesundheitlich relevanter sein als jeder Zusatz. [5][6][7]
Kakao im Kaffee: Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen
Ungesüßter Kakao liefert Flavanole. Das sind Pflanzenstoffe, die u.a. die Bildung von Stickstoffmonoxid in den Blutgefäßen fördern können. Stickstoffmonoxid hilft den Gefäßen, sich zu entspannen und besser zu erweitern. In kontrollierten Studien und Meta-Analysen wurde kakaoflavanolreiche Kost mit kleinen bis moderaten Verbesserungen der Gefäßfunktion und teils auch des Blutdrucks in Verbindung gebracht. Die Effekte hängen stark vom Flavanolgehalt ab, nicht einfach von „Schokolade“ allgemein. Stärker verarbeitete oder stark gezuckerte Produkte sind daher nicht gleichwertig. Für den Kaffee bedeutet das: 1 bis 2 TL stark entölter, ungesüßter Kakao können den Geschmack abrunden und zusätzliche Pflanzenstoffe liefern, ersetzen aber keine gezielte Flavanolstandardisierung aus Studien. [8][9][10]
Kakao enthält außerdem geringe Mengen Theobromin. Das ist ein Stoff aus derselben chemischen Familie wie Koffein, wirkt aber milder und länger. Er kann zu einem subjektiv „weicheren“ Wachheitsgefühl beitragen, ohne dieselbe schnelle Spitze wie Koffein auszulösen. Die Menge in 1 bis 2 TL Kakao ist allerdings deutlich niedriger als in typischen Studien zu Kakaoflavanolen. Wer Kakao in Kaffee nutzt, profitiert daher wahrscheinlich eher von Geschmack, etwas mehr Bitterstoffbalance und einer kleinen Portion bioaktiver Pflanzenstoffe als von einem starken, direkt messbaren Leistungsplus. [8][11][12]
| Zutat | Sinnvolle Menge im Kaffee | Wahrscheinlicher Nutzen | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Ungesüßter Kakao | 1–2 TL | mehr Aroma, etwas Flavanole, evtl. leicht „weicheres“ Wachheitsgefühl | kein stark gezuckerter Trinkkakao; Flavanolgehalt produktabhängig |
| Kollagen | 5–10 g | einfacher Proteinzusatz; Studien v.a. zu Haut, nicht zu Kaffee | kein vollwertiger Eiweißersatz; wenig Tryptophan |
| L-Theanin | ca. 100–200 mg | kann Koffein subjektiv ruhiger machen; Aufmerksamkeit teils verbessert | meist als Supplement; nicht mit Teearoma verwechseln |
| Honig | 1 TL oder weglassen | Süße, etwas Aroma; ernährungsphysiologisch v.a. Zuckerquelle | senkt Zuckerlast kaum; bei Diabetes sparsam |
| MCT-Öl | 1 TL bis 1 EL | schnell verfügbare Fettsäuren; evtl. kurzfristig mehr Sättigung | häufig Magen-Darm-Beschwerden; kalorienreich |
Wer Kakao regelmäßig im Kaffee nutzen möchte, profitiert meist am meisten von schlichtem, ungesüßtem Kakaopulver mit kurzer Zutatenliste. Ein solcher Kakao passt besonders dann sinnvoll in die Tasse, wenn süßer Kaffee reduziert werden soll. Kakao kann die wahrgenommene Bitterkeit runder machen und dadurch helfen, weniger Zucker oder Sirup zu verwenden.
→ PAPA INTI Raw Kakaopulver ungesüßt ansehen*
Kollagen im Kaffee: Eigenschaften und mögliche Wirkungen
Kollagenpeptide lösen sich in warmen Getränken meist gut und verändern den Geschmack oft nur wenig. Das macht sie alltagstauglich. Biologisch ist jedoch wichtig: Kollagen ist kein vollständiges Eiweiß wie z.B. Milchprotein, Soja oder Ei. Es enthält sehr viel Glycin, Prolin und Hydroxyprolin, aber wenig oder kein Tryptophan. Das bedeutet, dass Kollagen eine eiweißreiche Ernährung ergänzen kann, aber allein kein gleichwertiger Ersatz für hochwertiges Nahrungsprotein ist. Wer Kaffee mit Kollagen trinkt, erhöht also in erster Linie die Gesamtproteinmenge etwas, verbessert aber nicht automatisch die Versorgung mit allen essenziellen Aminosäuren. [13][14]
Die beste Datenlage zu Kollagen betrifft derzeit Hautelastizität, Hautfeuchtigkeit und in kleinerem Umfang Gelenkbeschwerden. In mehreren randomisierten Studien und Meta-Analysen zeigten oral eingenommene Kollagenhydrolysate, meist über 8 bis 12 Wochen, moderate Verbesserungen bei Hautparametern. Diese Ergebnisse lassen sich aber nicht einfach auf „Kaffee mit Kollagen wirkt sofort“ verkürzen. Entscheidend ist die tägliche Gesamtdosis, oft im Bereich von ca. 2,5 bis 10 g pro Tag, nicht das Getränk selbst. Für Muskelerhalt oder Muskelaufbau ist Kollagen wegen seines Aminosäurenprofils weniger geeignet als whey, Milch, Soja oder eine eiweißreiche Mahlzeit. [14][15][16]
Im Alltag ist Kollagenkaffee dann sinnvoll, wenn morgens sonst gar kein Protein aufgenommen wird und eine einfache Routine gesucht ist. Wer jedoch lange satt bleiben oder nach dem Training Muskelproteinaufbau optimal unterstützen möchte, fährt meist besser mit einem proteinreicheren Frühstück oder einem vollständigen Eiweiß. Beispiele sind Skyr, Joghurt, Quark, Eier, Tofu oder ein Proteinshake mit vollständigem Aminosäurenprofil. [13][16][17]
L-Theanin und Kaffee: Wie die Kombination wirkt
L-Theanin ist eine Aminosäure aus Teeblättern. Im Gegensatz zu Koffein macht sie nicht klassisch „wach“, sondern wird eher mit einem ruhigeren Aufmerksamkeitszustand in Verbindung gebracht. In Studien wurde oft die Kombination aus Koffein und L-Theanin untersucht, nicht L-Theanin im Kaffee als Getränk an sich. Mehrere kontrollierte Studien deuten darauf hin, dass z.B. etwa 40 bis 160 mg Koffein zusammen mit ca. 100 bis 250 mg L-Theanin Aufmerksamkeit, Aufgabenwechsel und subjektive Konzentration verbessern können, teils bei gleichzeitig weniger Nervosität als mit Koffein allein. Die Effekte sind eher subtil als spektakulär und betreffen vor allem kognitive Feinabstimmung, nicht einen starken Energieschub. [18][19][20]
Wahrscheinlich beeinflusst L-Theanin u.a. Signalwege im Gehirn, die mit Anspannung, Wachheit und Reizverarbeitung zusammenhängen. In EEG-Untersuchungen, also Messungen der elektrischen Hirnaktivität, wurden Veränderungen gesehen, die zu einem entspannteren, aber nicht schläfrigen Zustand passen können. Die Studienlage ist jedoch nicht in allen Punkten einheitlich. Nicht jede Untersuchung zeigt klare Vorteile, und die Ergebnisse hängen von Dosis, Testaufgabe, Ausgangsstress, Schlaf und Koffeingewöhnung ab. Für Menschen, die Kaffee zwar mögen, aber unter innerer Unruhe leiden, ist L-Theanin dennoch einer der plausibelsten Zusätze. [19][20][21]
Im Alltag ist eine Kombination aus einer normalen Portion Kaffee und ca. 100 bis 200 mg L-Theanin die pragmatischste Variante, wenn das Ziel „fokussiert statt hibbelig“ ist. Mehr Kaffee allein erhöht oft auch Nebenwirkungen wie Herzklopfen oder Zittern. L-Theanin ist dagegen kein Ausgleich für chronischen Schlafmangel. Wer ständig übermüdet ist, verbessert seine Konzentration meist stärker über Schlafdauer, Tageslicht am Morgen und weniger spätes Koffein als über weitere Zusätze. [3][18][21]
Wenn Kaffee häufig zu nervös macht, aber nicht ganz gestrichen werden soll, kann L-Theanin ein nüchterner Test wert sein. Sinnvoll sind Produkte mit klar deklarierter Menge pro Portion, damit die Kombination mit der eigenen Kaffeemenge planbar bleibt.
→ Liposomale L-Theanin Tropfen ansehen*
Honig im Kaffee: Inhaltsstoffe und Wirkung
Honig besteht überwiegend aus Fruktose und Glukose und enthält außerdem geringe Mengen organischer Säuren und Pflanzenstoffe, die je nach Sorte zu seinem charakteristischen Aroma beitragen. Ein Esslöffel liefert ungefähr ähnlich viele Kalorien wie ein Esslöffel Haushaltszucker. Studien zeigen teilweise eine etwas günstigere Blutzuckerantwort als bei Saccharose oder Glukose, wobei die Unterschiede von Honigsorte, Menge und Vergleichslebensmittel abhängen. [22][23][24]
Ein gestrichener Teelöffel Honig enthält etwa 5 bis 7 g Zucker. Bei mehreren gesüßten Kaffees am Tag kann sich diese Menge entsprechend summieren. Fachgesellschaften empfehlen, freie Zucker auf weniger als 10% der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen. Besonders bei Insulinresistenz, Prädiabetes, Typ-2-Diabetes oder Fettleber ist daher die gesamte Menge zugesetzter Süße über den Tag relevant. [24][25]
Im Kaffee bringt Honig neben Süße ein eigenes Aroma mit und lässt sich beispielsweise mit Kakao, Zimt oder Milch kombinieren. Die gewünschte Süße kann über die Menge angepasst oder über einige Wochen schrittweise reduziert werden. [22][24][25]
MCT-Öl im Kaffee: Eigenschaften und Wirkung
MCT steht für „mittelkettige Triglyzeride“, vor allem Capryl- und Caprinsäure. Sie gelangen vergleichsweise schnell zur Leber und können dort in Ketonkörper umgewandelt werden, die dem Körper unter anderem beim Fasten oder bei geringer Kohlenhydratzufuhr als alternative Energieträger dienen. Studien zeigen, dass MCT im Vergleich zu langkettigen Fetten den Energieverbrauch kurzfristig etwas erhöhen, die Sättigung beeinflussen und möglicherweise die Gewichtsregulation unterstützen können. Ein Esslöffel MCT-Öl liefert etwa 100 bis 120 kcal und zählt damit zur gesamten Energiezufuhr. [26][27][28][29]
Die Verträglichkeit hängt auch von der Menge ab: Größere Mengen können insbesondere zu Beginn Übelkeit, Bauchkrämpfe oder Durchfall verursachen, sodass sich ein Einstieg mit kleineren Mengen anbietet. MCT-Öl im Kaffee kann beispielsweise während längerer Essenspausen oder vor morgendlichem Training als zusätzliche Energiequelle dienen. [26][28][29]
Kombinationen verschiedener Kaffee-Zusätze
Konzentration und Aufmerksamkeit
Am plausibelsten ist Kaffee plus L-Theanin, optional mit wenig Kakao. Koffein verbessert die Wachheit, L-Theanin kann die subjektive Nervosität abmildern, und Kakao ergänzt vor allem Geschmack sowie etwas zusätzliche Pflanzenstoffe. Diese Kombination ist besonders sinnvoll bei Büroarbeit, Lernen oder langen Autofahrten, wenn Konzentration gewünscht ist, aber Unruhe vermieden werden soll. Viel Honig passt hier weniger gut, weil ein süßes Getränk eher die Zuckerzufuhr erhöht als die geistige Leistung zuverlässig verbessert. [8][18][19]
Sättigung und Energie am Morgen
Wer nüchtern schlecht mit schwarzem Kaffee zurechtkommt, kann zwischen zwei Wegen unterscheiden. Erstens: Kaffee zusammen mit einem echten Frühstück aus Protein, Ballaststoffen und etwas Fett, z.B. Joghurt mit Haferflocken und Nüssen. Das ist für Blutzucker, Sättigung und Nährstoffversorgung meist die stärkere Lösung. Zweitens: Kaffee mit Kollagen oder MCT als pragmatische Zwischenlösung, wenn morgens wenig Zeit ist. Kollagen erhöht die Proteinmenge etwas, MCT die Energie aus Fett. Keiner der beiden Zusätze ersetzt aber die Kombination aus vollständigem Eiweiß und ballaststoffreichen Lebensmitteln. [13][17][28]
Mehr Aroma bei dezenter Süße
Kakao ist hier oft der sinnvollste Hebel. Er macht Kaffee aromatisch runder, wodurch weniger Zucker oder Honig nötig sein kann. Kleine Mengen Honig können geschmacklich passen, sollten aber bewusst als Zuckerquelle eingeplant werden. Wer täglich mehrere Tassen trinkt, profitiert meist mehr davon, den Süßungsgrad schrittweise zu senken, als „gesündere“ Süße zu suchen. [8][22][25]
Kaffee-Zusätze: Individuelle Verträglichkeit und Besonderheiten
L-Theanin ist meist gut verträglich, doch bei sehr niedrigem Blutdruck oder gleichzeitiger Einnahme beruhigender Mittel ist ein vorsichtiger Start sinnvoll. MCT-Öl ist bei empfindlichem Magen oft die problematischste Zutat. Menschen mit Reizdarm, Neigung zu Durchfall oder nach bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen reagieren häufiger empfindlich. Honig sollte bei Diabetes oder gestörter Blutzuckerregulation mengenbewusst verwendet werden. Kollagen ist für Menschen mit speziellen Eiweißallergien oder bestimmten ethischen Ernährungsformen nicht immer passend, je nach tierischer Quelle. Und bei Schwangerschaft oder Stillzeit steht nicht der Zusatz, sondern zuerst die gesamte Koffeinmenge im Vordergrund. [2][24][26][30]
Auch die Tageszeit zählt. Koffein kann die Einschlafzeit verlängern und die Schlafqualität mindern, selbst wenn man sich subjektiv „nicht mehr wach“ fühlt. Wer nachmittags oder abends Kaffee trinkt, kann Schlafstörungen durch Zusätze nicht ausgleichen. Gerade bei Stress, innerer Unruhe und Erschöpfung ist oft nicht der perfekte Zusatz entscheidend, sondern ein früherer Koffeinstopp, z.B. 6 bis 8 Stunden vor dem Schlafen, je nach Empfindlichkeit auch früher. [3][4][21]
Wenn MCT-Öl oder Kollagen ausprobiert werden sollen, lohnt sich ein genauer Blick auf Zusammensetzung und Portionsgröße. Bei MCT ist relevant, ob überwiegend C8 und C10 enthalten sind und wie viel pro Portion geliefert wird. Bei Kollagen ist eine klare Deklaration der Grammzahl pro Messlöffel wichtiger als Marketingbegriffe.
Drei Kaffee-Mischungen mit konkreten Mengenangaben
Für konzentriertes Arbeiten eignet sich 1 Tasse Kaffee mit 1 bis 2 TL ungesüßtem Kakao und, falls verträglich und gewünscht, ca. 100 bis 200 mg L-Theanin. Diese Mischung verändert den Grundcharakter des Kaffees wenig und ist für viele Menschen die ausgewogenste Option zwischen Wirkung und Verträglichkeit. [8][18][19]
Für einen schnellen Morgen ohne Frühstück kann Kaffee mit 5 bis 10 g Kollagen eine einfache Ergänzung sein. Ernährungsphysiologisch ist das besser als nur schwarzer Kaffee, aber schwächer als ein Frühstück mit vollständigem Eiweiß und Ballaststoffen. Wer bis zum Mittag satt bleiben will, braucht meist zusätzlich echte Nahrung statt nur zugesetzter Pulver. [13][16][17]
Für längere Sättigung in Low-Carb-Phasen kann Kaffee mit 1 TL MCT-Öl ein vorsichtiger Einstieg sein. Mehr bringt nicht automatisch mehr Nutzen. Wird daraus ein sehr kalorienreicher Kaffee, sollte diese Energie in der Tagesbilanz mitgedacht werden. Sonst wird ein vermeintlich funktionelles Getränk leicht zu einer versteckten Zusatzmahlzeit. [27][28][29]
Fazit
Kaffee lässt sich mit verschiedenen Zusätzen geschmacklich und in seiner Zusammensetzung ergänzen. Kakao bringt Aroma und Pflanzenstoffe ein, während L-Theanin im Zusammenspiel mit Koffein vor allem im Zusammenhang mit Aufmerksamkeit und Konzentration untersucht wird. Kollagen liefert spezifische Aminosäuren, Honig verbindet Süße mit einem eigenen Aromaprofil und MCT-Öl liefert mittelkettige Fettsäuren, die schnell zur Energiegewinnung herangezogen werden können. Welche Kombination gewählt wird, hängt damit vor allem von Geschmack, gewünschter Zusammensetzung und individueller Verträglichkeit ab.
Quellen
[1] Poole R, Kennedy OJ, Roderick P, et al. Coffee consumption and health: umbrella review of meta-analyses of multiple health outcomes. BMJ. 2017;359:j5024. DOI: 10.1136/bmj.j5024
[2] EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies. Scientific Opinion on the safety of caffeine. EFSA Journal. 2015;13(5):4102. DOI: 10.2903/j.efsa.2015.4102
[3] Institute of Medicine. Caffeine for the Sustainment of Mental Task Performance: Formulations for Military Operations. National Academies Press. 2001. DOI: 10.17226/10219
[4] Clark I, Landolt HP. Coffee, caffeine, and sleep: A systematic review of epidemiological studies and randomized controlled trials. Sleep Medicine Reviews. 2017;31:70-78. DOI: 10.1016/j.smrv.2016.01.006
[5] Urgert R, Katan MB. The cholesterol-raising factor from coffee beans. Annual Review of Nutrition. 1997;17:305-324. DOI: 10.1146/annurev.nutr.17.1.305
[6] Jee SH, He J, Appel LJ, et al. Coffee consumption and serum lipids: a meta-analysis of randomized controlled clinical trials. American Journal of Epidemiology. 2001;153(4):353-362. DOI: 10.1093/aje/153.4.353
[7] Cai L, Ma D, Zhang Y, et al. Effects of coffee consumption on serum lipids: a meta-analysis of randomized controlled trials. European Journal of Clinical Nutrition. 2012;66(8):872-877. DOI: 10.1038/ejcn.2012.68
[8] Hooper L, Kay C, Abdelhamid A, et al. Effects of chocolate, cocoa, and flavan-3-ols on cardiovascular health: a systematic review and meta-analysis of randomized trials. American Journal of Clinical Nutrition. 2012;95(3):740-751. DOI: 10.3945/ajcn.111.023457
[9] Desch S, Schmidt J, Kobler D, et al. Effect of cocoa products on blood pressure: systematic review and meta-analysis. American Journal of Hypertension. 2010;23(1):97-103. DOI: 10.1038/ajh.2009.213
[10] Ellam S, Williamson G. Cocoa and human health. Annual Review of Nutrition. 2013;33:105-128. DOI: 10.1146/annurev-nutr-071812-161122
[11] Martínez-Pinilla E, Oñatibia-Astibia A, Franco R. The relevance of theobromine for the beneficial effects of cocoa consumption. Frontiers in Pharmacology. 2015;6:30. DOI: 10.3389/fphar.2015.00030
[12] Nehlig A. The neuroprotective effects of cocoa flavanol and its influence on cognitive performance. British Journal of Clinical Pharmacology. 2013;75(3):716-727. DOI: 10.1111/j.1365-2125.2012.04378.x
[13] van Vliet S, Burd NA, van Loon LJC. The skeletal muscle anabolic response to plant- versus animal-based protein consumption. Journal of Nutrition. 2015;145(9):1981-1991. DOI: 10.3945/jn.114.204305
[14] de Miranda RB, Weimer P, Rossi RC. Effects of hydrolyzed collagen supplementation on skin aging: a systematic review and meta-analysis. International Journal of Dermatology. 2021;60(12):1449-1461. DOI: 10.1111/ijd.15518
[15] Choi FD, Sung CT, Juhasz MLW, et al. Oral collagen supplementation: a systematic review of dermatological applications. Journal of Drugs in Dermatology. 2019;18(1):9-16. PMID: 30681787
[16] Oikawa SY, Kamal MJ, Webb EK, et al. Whey protein but not collagen peptides stimulate acute and longer-term muscle protein synthesis with and without resistance exercise in healthy older women: a randomized controlled trial. American Journal of Clinical Nutrition. 2020;111(3):708-718. DOI: 10.1093/ajcn/nqz307
[17] Leidy HJ, Clifton PM, Astrup A, et al. The role of protein in weight loss and maintenance. American Journal of Clinical Nutrition. 2015;101(6 Suppl):1320S-1329S. DOI: 10.3945/ajcn.114.084038
[18] Haskell CF, Kennedy DO, Milne AL, et al. The effects of L-theanine, caffeine and their combination on cognition and mood. Biological Psychology. 2008;77(2):113-122. DOI: 10.1016/j.biopsycho.2007.09.008
[19] Camfield DA, Stough C, Farrimond J, et al. Acute effects of tea constituents L-theanine, caffeine, and epigallocatechin gallate on cognitive function and mood: a systematic review and meta-analysis. Nutrition Reviews. 2014;72(8):507-522. DOI: 10.1111/nure.12120
[20] Giesbrecht T, Rycroft JA, Rowson MJ, et al. The combination of L-theanine and caffeine improves cognitive performance and increases subjective alertness. Nutritional Neuroscience. 2010;13(6):283-290. DOI: 10.1179/147683010X12611460764840
[21] Williams JL, Everett JM, D’Cunha NM, et al. The effects of green tea amino acid L-theanine consumption on the ability to manage stress and anxiety levels: a systematic review. Plant Foods for Human Nutrition. 2020;75(1):12-23. DOI: 10.1007/s11130-019-00771-5
[22] Tul-Noor Z, Wan Ghazali WS, Mohd R, et al. A systematic review of the effects of honey on glycemic control and anthropometric measures. Complementary Therapies in Medicine. 2021;59:102754. DOI: 10.1016/j.ctim.2021.102754
[23] Bogdanov S, Jurendic T, Sieber R, et al. Honey for nutrition and health: a review. Journal of the American College of Nutrition. 2008;27(6):677-689. DOI: 10.1080/07315724.2008.10719745
[24] Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Zucker: ausgewählte Fragen und Antworten. Positionspapier bzw. Fachinformation der DGE. Abrufbar über dge.de
[25] Scientific Advisory Committee on Nutrition. Carbohydrates and Health. London: TSO; 2015.
[26] St-Onge MP, Jones PJH. Physiological effects of medium-chain triglycerides: potential agents in the prevention of obesity. Journal of Nutrition. 2002;132(3):329-332. DOI: 10.1093/jn/132.3.329
[27] Mumme K, Stonehouse W. Effects of medium-chain triglycerides on weight loss and body composition: a meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics. 2015;115(2):249-263. DOI: 10.1016/j.jand.2014.10.022
[28] Clegg ME. Medium-chain triglycerides are advantageous in promoting weight loss although not beneficial to exercise performance. International Journal of Food Sciences and Nutrition. 2010;61(7):653-679. DOI: 10.3109/09637481003793842
[29] Bueno NB, de Melo ISV, de Oliveira SL, et al. Very-low-carbohydrate ketogenic diet v. low-fat diet for long-term weight loss: a meta-analysis of randomised controlled trials. British Journal of Nutrition. 2013;110(7):1178-1187. DOI: 10.1017/S0007114513000548
[30] Deutsche Diabetes Gesellschaft. Evidenzbasierte Leitlinie: Therapie des Typ-2-Diabetes bzw. Ernährungsempfehlungen bei Diabetes. Publikationen der DDG, abrufbar über deutsche-diabetes-gesellschaft.de
Medizinischer Hinweis
Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
Bei gesundheitlichen Beschwerden, bestehenden Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten, Schwangerschaft oder Unsicherheiten hinsichtlich der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.
Transparenzhinweis
* Affiliate-Links: Wenn du über einen mit * gekennzeichneten Link ein Produkt kaufst, erhält MindBodyWell möglicherweise eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.


Schreibe einen Kommentar